Der Spiegel

ZDF zieht Sendung zu Ritueller Gewalt zurück | ZDF Magazin Royale

Bereits am 18.09.2023 reichte die Aufarbeitungskommission eine Beschwerde beim ZDF Fernsehrat ein, um sich über eine undifferenzierte Berichterstattung Seitens der Böhmermann-Sendung zum Thema “Rituelle Gewalt” zu beschweren. Die Sendung sei zu undifferenziert und würde allen Opfern sexueller Gewalt schaden, sowie den im Bereich Traumatherapie arbeitenden Psychotherapeut*innen. Die Argumentation erfolgt in einer üblichen pathologisch anmutenden Art und Weise, in der eine untrennbare Vermischung mit sexuellem Missbrauch geschaffen wird. Im Grunde geht es jedoch um Verschwörungstheorien in Psychotherapien, was in der Sendung des ZDF Magazin Royale an der Person Michaela Huber aufgezeigt wurde.

Schwierige Diskussionskultur, eine Zusammenfassung der letzten Monate

False Memory Schweiz Seit Ende Oktober ist die Homepage des neuen Vereins „False Memory Schweiz“ online. Der Verein kooperiert zwar mit False Memory Deutschland, ist ansonsten jedoch eigenständig. Die Ziele gleichen sich und auch in der Schweiz soll zukünftig Beratung angeboten werden. Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf der Homepage ein wenig umsehen. https://www.false-memory.ch Arbeitskreis Psychologie im Strafverfahren Im Bereich der forensischen Psychologie scheint mir das Thema eine besondere Bedeutung einzunehmen, da es von juristischer Relevanz ist.

Jutta Stegemann und eine zweifelhafte Therapie

Als Der Spiegel, im März 2023, den Artikel “Im Wahn der Therapeuten” veröffentlichte, erlangte namentlich Jutta Stegemann, psychologische Psychotherapeutin in Münster, einen unrühmlichen Bekanntheitsgrad, da Sie beschuldigt wurde Erinnerungen an sexuellen Missbrauch in der Therapie induziert zu haben. Manipulation kommt in jeder Therapie vor, am besten zum Wohl der Therapierten. An welchen Stellen Manipulation und Suggestion ansetzen kann, möchte ich am Beispiel des Spiegel-Artikels darstellen. Vor dem Familiengericht wird Weber sagen, sie hätte durch ihre Therapeutin »zum ersten Mal davon erfahren, was passiert sein soll«.

Rituelle Gewalt und Vermischung von Themen

Inzwischen sind Seitens der Opfer Ritueller Gewalt mehrere Stellungnahmen veröffentlicht worden. Was bereits vor Wochen durch andere Plattformen festgestellt wurde, die Verwendung anderer Begriffe, stellt sich nun als eines von vielen Problemen innerhalb der Diskussion dar. Einige Quellen haben meines Erachtens den Artikel nicht gelesen und sich nur wenig zur aktuellen Debatte informiert. So hat man im KidZ-Podcast das Bistum München erwähnt, anstatt Bistum Münster. Auch der weitere Inhalt des Podcasts zeigt Probleme auf, da die Sprecherin und der Sprecher Rituelle Gewalt als etwas verstehen, was auf Regelmäßigkeit beruht.

Reaktionen auf den Artikel des Spiegels

Nachdem der Spiegel am 10.03.2023 den Artikel “Im Wahn der Therapeuten” auf seine Webseiten stellte, waren die Schuldigen schnell gefunden: Das Bistum Münster und die Therapeutin. Am Montag, den 13.03.2023, wurde über die Seiten des Bistums Münster die Schließung der Beratungsstelle, für Opfer organisierter sexueller und ritueller Gewalt, bekanntgegeben. Der Spiegel wies am 14.03.2023 in einem eigenen Artikel ebenfalls darauf hin. Als weitere Reaktion, erschienen auf den Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.